Verfasst von: juliegoestocanada | Januar 25, 2009

Kontrastprogramm

So ihr Lieben… es geht natuerlich weiter mit meinen Geschichtchen. Ihr werdet weiterhin ab und zu von mir hoeren, allerdings nicht mehr aus Kanada sondern von nun an aus Spanien.

Von der “Kleinstadt” Kamloops aus gings fuer kurze zwei Wochen nach Hause, schnell ein paar Dinge geregelt und schon gings weiter in die drittgroesste Stadt Europas: Madrid. Hier werde ich fuer die naechsten sechs Monate ein Praktikum bei der spanischen Auslandsvertretung der Deutschen Zentrale fuer Tourismus machen. Werde also den Leuten erzaehlen was Deutschland doch fuer ein wunderschoenes Urlaubsland ist. Das nenn ich mal Kontrastprogramm. Der Kulturschock haelt sich noch in Grenzen, aber es ja mal wieder was gaaanz anderes als, Holland, Kanada oder Hullern. Mir kam ja Breda damals schon gross vor.. und jetzt bin ich in einer 3 Millionen Einwohnerstadt (Breda hat ungefaehr 120000).. Naja man muss halt alles mal mitmachen, ne?! Und dann noch die Veraenderung in meinem Lebensstil… das wird so wie so die groesste Umstellung. Vom lauen Studentenleben mit 13 Wochenstunden Unterricht, wenn ueberhaupt, zum knallharten Berufsleben, so mit jeden morgen frueh aufstehen und so und bis 17 Uhr arbeiten. Aber gut, dass ich nach Spanien gegangen bin, hier wird naemlich erst um 9 angefangen. Da bin ich ja schon mal sehr froh, obwohls fuer meine Verhaeltnisse ziemlich frueh ist, aber haette schlimmer kommen koennen ;)

Heute Morgen bin ich also in Madrid eingetroffen. Und mein erster Eindruck ist erst mal gut… obwohl es geregnet hat. Wollen wir mal hoffen, dass das nicht zu haeufig vorkommt. Ich hab mir ja nicht zum Spass Spanien ausgesucht, hier hat es nicht zu regenen ;)

Hab mir Heute dann ein bisschen die naehere Umgebung angeschaut, sprich das Buero aufgesucht und das Haus, in dem ich ab Morgen wohnen soll. Leider muss ich die erste Nacht noch in einem Hostel verbringen, aber naja muss man durch, ne?! Das Hostel is nicht besonders schoen und die meisten Zimmer haben keine Fenster, bzw nur welche zum Flur raus. Als ich mein Zimmer betreten hab, bin ich erstmal wieder rueckwaerts raus… ;) ok ok ganz so schlimm wars net. Aber es war schon ziemlich warm und stickig hier drin. Hab dann das Fenster zum Flur aufgemacht und die Tuer aufgelassen und mittlerweile geht’s. Als ich endlich im Hostel einchecken durfte (geht naemlich erst ab halb 3), dacht ich mir, goenn ich mir mal ne schoene heisse Dusche. Pustekuchen… Erst wird’s nur lauwarm… ok ein bisschen waermer als lauwarm war’s schon. Aber nachdem ich mir gerade die Haare eingeschaeumt hatte wurd das Wasser kalt … richtig kalt. Ganz kalt. Naja musst ich ja dann halt durch. Half ja nix. Ich freu mich schon auf die Dusche morgen frueh, ein gutes hat’s ja: dann werd ich wenigstens wach.

Ja soweit von meiner Seite. Werd euch dann demnaechst erzaehlen, wie meine ersten Arbeitstage waren. Ohoh… ich und arbeiten *kopfschuettel* das kann was werden.

Wenn ihr Glueck habt kommen morgen oder die Tage auch ein paar erste Fotos.  :)

Liebste Gruesse!

Verfasst von: juliegoestocanada | Dezember 30, 2008

Von Kanada nach España…

… hab euch wohl ein bisschen vernachlaessigt in den letzten Wochen, oder waren es sogar Monate?? Die Zeit hier ist echt wiiie im Flug vergangen und meine letzten zwei Wochen sind angebrochen.

Nach Ende des Semesters, was uebrigens ganz gut gelaufen ist und wo es eigentlich auch nicht so viel zu berichtet gibt, bin ich mit Freunden fuer 10 Tage zum Skifahren gefahren. Erste Station war Whistler, wo 2010 teilweise die Olympischen Winterspiele stattfinden werden. Allerdings liessen die Konditionen etwas zu wuenschen uebrig, denn es war fuer Whistler untypisch kalt, oben auf dem Berg bis -40 Grad. Und auch im Tal ca -25 Grad, aber daran hatte ich mich schon fast gewoehnt, so kalt war es die letzten Tage in Kamloops naemlich auch gewesen. Es hatte in Whistler auch noch nicht viel geschneit und die Pisten waren total vereist. Zu dem waren Karlijn und ich total krank, und konnten dem entsprechened nicht so viel unternehmen. Unsere zweite Station hat dann aber alles wieder wett gemacht. Revelstoke war total super. Es war nicht mehr so kalt und es gab schoenen Schnee und super Pistenverhaeltnisse und nach einigen Tips von unserem Privaten Skilehrer Henning aus Muenster hat dann auch das Skifahren wieder einigermasen geklappt. Einiziges Manko an Revelstoke: Michi’s board wurde geklaut. Aber er war tapfer und hats erstaunlich leicht genommen.  Haette ich ein gutes Snowboard, bzw Ski, dann waer das wahrscheinlich ein Weltuntergang gewesen ;) Am 23.12. gings dann weiter nach Golden zu unserem dritten Skigebiet: Kicking Horse. Dort war es auch super. Karlijn und ich haben uns einen Tag Snowboards ausgeliehen und Henning und Michi waren den ganzen Tag damit beschaeftigt uns immer wieder heil den Berg runterzubringen :) Aber haben sie gut hinbekommen und ich konnte am Ende des Tages sogar schon ein bisschen alleinfahren. Hat super spass gemacht aber ohne Instruktionen von den Jungs versuch ich das lieber gar nicht erst ;) Heilig Abend hatten wir dann Schwierigkeiten ein Restaurant zu finden, aber hat zum Glueck dann doch noch geklappt. War ein super Restaurant und wir hatten ein leckeres Weihnachtsessen in gemuetlicher Atmosphaere und draussen lag ganz viel Schnee und es schneite… also eigentlich perfekte Weihnachten. Am 26.12. hiess es dann Abschiednehmen von den Karlijn, Michi und Henning und es ging mit dem Grey Hound Bus nach Edmonton. Neun Stunden Fahrt und ich war gerade in den Bus eingestiegen da hat sich mein bloeder iPod aufgehangen. Aber zum Glueck war ich muede und habe ueber die Haelfte der Fahrt geschlafen und dann noch ein bisschen gelesen und dann war ich auch schon da.

Papa und Jan sind auch am 26.12. mit einigen reisetechnischen Komplikationen aber heil in Edmonton eingetroffen. Wir haben dann zwei Naechte in Edmonton verbracht und sind dann zu dem Ferienhaus von meinen Verwandten gefahren. Das liegt in eine Stunde von Jasper entfernt im Nirgendwo, hier gibts noch ein paar andere Haeuser, aber ansonsten nur Berge und Wald. Aber schoen! Und es gibt sogar Internetzugang… yiiihaa. Allerdings its Jan’s Handy das einzige das Netzemfang hat, so das wir meine Kanadische Sim Karte in sein Handy tun mussten. Morgen werden wir dann mal Skifahren gehen und am Mittwoch kommen Heike und Bruce ( die denen das Haus gehoert) und wir werden zusamme Silvester feiern. Nach Silvester werden wir noch ein paar Tage hier verbringen und dann mit dem Auto nach Vancouver fahren. Ueber Kamloops, um meinen zweiten Koffer zu holen und um Papa und Jan mal zu zeigen wo ich die letzten Monate so verbracht habe.

Zum Titel: Ich habe ein Praktikum bei der Deutschen Zentrale fuer Tourismus in Madrid gefunden und werde am 24.1. schon wieder nach Spanien abduesen. Ohoh.. ich hab jetzt schon Angst. Mein Spanisch laesst ja doch eher zu wuenschen uebrig.. Nun gut… muss ich jetzt wohl durch :)

Freu mich euch alle, oder fast alle :( , ganz bald wieder zu sehen!

Verfasst von: juliegoestocanada | Oktober 13, 2008

Lernen, lernen, lernen

Halli Hallo,

Ja wie ihr meinem Titel schon entnehmen koennt muesste ich jetzt eigentlich lernen :) … aber ihr kennt das ja, man findet immer wieder andere Beschaeftigungen um sich selbst vom Lernen abzuhalten. Und in diesem Fall profitiert ihr sogar noch davon, da ihr wieder was zu lesen habt.

Ich habe vier Midterms vor mir… Eins davon morgen und den Rest naechste Woche. Und obwohl wir alle lernen muessen wollten wir am Samstag Abend in unsern Lieblingscountryclub feiern gehen. Aber irgendwie haben die was in letzter Zeit was gegen uns. Immer wenn wir da rein wollen ist irgendwas: Letzte Woche war die Schlange vor dem Eingang so lang, dass es sich nicht gelohnt haette sich anzustellen und diese Woche haben wir uns angestellt, die Schlange war nicht ganz so lang, und wir stehen genau vor der Tuer da leuchtet ploetzlich der Himmel knallblau auf und ganz Downtown war dunkel. So natuerlich auch der Club. Wir standen erst noch ein bisschen davor weil, wir dachten, dass es vielleicht gleich wieder geht, aber nach einer Weile wurden dann alle Gaeste aus dem Laden rausgeschmissen und wir haben beschlossen nach Hause zu fahren. Das gestaltete sich allerdings etwas schwierig, weil ja mindestens 25 Millionen Menschen, also ungefaehr… vielleicht ein paar weniger, gleichzeitig ein Taxi haben wollten. Wir waeren schon fast gelaufen, als wir dann zum Glueck noch ein Taxi bekommen haben.

Am Donnerstag war mal wieder Themeparty in unserem Campuspub. Das Motto: Toga. Erst wollten wir uns nicht verkleiden, aber dann hab ich mich doch dazu entschieden und Daisys Mitbewohnerin hat mir aus meinem Bettlaken und einem Schal eine Toga verpasst. Und als Karlijn mich dann gesehen hat hat wollte sie auch eine :) War nur ein bisschen kalt mit FlipFlops auf dem Weg zum Pub, da es hier naemlich schon ziemlich abgekuehlt hat. Zurueck haben wir dann ein Taxi genommen und der Taxifahrer hat echt gedacht wir verarschen ihn als wir gesagt haben wo wir hin wollen :D weil man laeuft halt eigentlich nur gute 5 Minuten. Aber es waren halt -3 drei Grad und in Bettlaken und FlipFlops wars halt doch recht frisch. Diese Woche soll es Nachts noch kaelter werden… uuuuuuuhaaaaa was mach ich denn eigentlich wenns dann wirklich Winter ist??

Dieses Wochenende ist unser Wohnheim und der ganze Campus wie ausgestorben, nur noch ein paar vereinzelte Internationals sind da… Fast alle Kanadier sind nach Hause gefahren, da Thanksgiving ist. Deswegen habe ich heute auch frei, was gut ist, da ich dann einen Tag mehr zum Lernen hab. In einem unserer Wohnheime gab es am Donnerstag ein richtiges Thanksgiving Dinner for free, fuer alle Studenten, da sind wir natuerlich hingegangen, wann kriegt man schon mal was richtiges zu Essen als armer Student. Ich leb ja hier nur von Nudeln und Muesli ;)  

So ich verspreche euch, dass es demnaechst auch mal wieder Fotos gibt. Vielleicht schon morgen Abend, aber jetzt muss ich wirklich mal anfangen zu lernen :)

Liebe Gruesse nach Deutschland, Holland, Finnland, Ungarn, und die ganze Welt ;)

Verfasst von: juliegoestocanada | Oktober 4, 2008

Ein Update ;)

Ja, ich muss euch wohl Recht geben, ich habe lange nichts mehr von mir hoeren lassen, aber hier passieren einfach so viel Dinge gleichzeitig und alles ist immer noch toll und aufregend, da kommt der Blog halt mal ein bisschen zu kurz…. Sorryyyy

Also ja was gibts neues… Ich habe meine erste Klausur geschrieben und wider erwarten hat es ganz gut geklappt. Obwohl ich zugeben muss, dass auch das lernen manchmal ein bisschen kurz kommt, da ich hier ja nicht nur zum studieren bin ;) ich will ja auch was erleben. Hehe. Aber nun mal zu meiner Klausur, die habe ich in Psychologie geschrieben. Fuer alle die es nicht wissen, ich habe einen Einfuehrungskurs in Psychologie. Eigentlich ganz interessant, allerdings schreiben wir vier Klausuren, was widerrum auch gar nicht so schlecht ist, weil es dann am Ende nicht so viel ist. Naja die Klausur bestand jedenfalls aus 100 multiple choice Fragen… 100… koennt ihr euch das bitte kurz vorstellen. Ich bin aus Holland hoechstens 50 gewohnt. Bei 100 Fragen hatte ich ja fuer jede Frage gerade mal ne Minute Zeit… und nach 50 Fragen hat mein Kopf aufgehoert zu denken ;) Naja nicht ganz ich hab naemlich 79% richtig… hat wohl doch noch weitergedacht der Kopf. Ja so viel zu meiner ersten Klausur…

Dann waren wir letztens in Kelowna, dass ist die naechst groessere Stadt… zwei Stunden weit weg. Viel groesser als Kamloops ist sie eigentlich auch nicht und schoener auch nicht… aber welche Nordamerikanische Stadt ist schon schoen? Aber war ganz nett, wir waren ein bisschen am Strand am See. Und natuerlich shoppen,… armer Nino. Der musste uns vier Maedels beim shoppen ertragen. Aber er war sehr geduldig.

Eigentlich war fuer morgen Horseback riding angesagt, so ein Wanderritt mit Picknick und so … wurde aber aufgrund schlechten Wetters abgesagt. Sauerei… hier ist nie nie nie schlechtes Wetter und da will man einmal was in der Natur unternehmen und dann soll schlechtes Wetter geben. Ts… Wir trotzen aber dem Wetter und haben uns kurzer Hand ein Auto gemietet fuers Wochenende und fahren morgen zu einem Platz an dem man Lachse sehen kann… die sind jetzt ganz pink und in zwei Wochen sterben die Lachse und dann kann man Baeren und Adler beim jagen beobachten…wenn man Glueck hat. Vielleicht fahren wir dann noch mal da hin. Am Sonntag fahren wir in den Wells Gray National Park, da gibt es ganz viele Wasserfaelle und es ist ja gerade Indian Summer und alle Baeume werden ganz bunt :)

Mittlerweile waren wir natuerlich auch schon mal in unserer Campus Bar, da ist jeden Donnerstag Thirsty Thursday und immer ein anderes Motto. Gestern war das Motto zum Beispiel Hawaii… und wir sind mit Hawaiieketten und Bastroecken losgezogen. Sehr amuesant.

Zu Halloween werde ich nach Edmonton fliegen und meine Verwandten besuchen. Ich freu mich schon. Und Jan und Papa haben Fluege fuer den Winter gebucht. Wir werden uns in Edmonton treffen und dann mit Heike und Bruce in deren Ferienhaus am Fusse der Rocky Mountains fahren und dort Silvester verbringen. Dann auch noch ein paar Tage dort bleiben und dann nach Vancouver, ein paar Tage Aufenthalt und dann gehts auch schon wieder nach Haus.

Es ist echt Wahnsinn wie die Zeit hier vergeht… Auf der einen Seite kommt es mir so vor als waere ich schon ewig hier, weil ich so viel neue Dinge erlebe und neue Leute kennenlerne. Und es kommt mir vor als wuerd ich die Maedels schon ewig kennen, zusammen sind wir uebrigens die „awesome 4some“ :D Auf der anderen Seite geht die Zeit viel zu schnell um. Ein Drittel ist schon abgelaufen und die naechsten Zweidrittel werden genauso schnell vergehen und dann muss ich schon wieder gehen. Ich stells mir jetzt schon schwierig vor, wieder gehen zu muessen. Naja.. that’s life.

Also soweit das Neuste… hab mit Sicherheit was vergessen, es passiert echt so viel, dass ich die Haelfte schon wieder vergesse.

Achso… ich hab uebrigens meinen Traummann gefunden…Er ist Barkeeper in einem Club hier und sieht total gut aus. Aber er hat sich nicht gemeldet obwohl Daisy ihm unsere Handynummern gegeben hat. Aber er sieht so gut aus, dass er wahrscheinlich an einem Abend 25 Millionen Telefonnummern kriegt… also keine Panik ich bleib nicht hier :D

Sooo, dass war’s erst mal wieder. Wenn ihr Glueck habt kommen auch noch Fotos. ;)

Verfasst von: juliegoestocanada | September 7, 2008

Noch ein Highlight

Jetzt haette ich doch fast vergessen euch von dem zweiten Highlight dieser Woche zu erzaehlen… ich war auf meinem ersten Eishockey Spiel… Nachmittags wuerden aufm Campus Freikarten verteilt und da wir ja eh nix besseres zutun hatten, dachten wir uns schauen wir uns das mal an. Ich wusste ja schon, dass Eishockey brutal ist, aber das die sich wirklich pruegeln… tststs Maenner. Aber war ganz lustig und die Spieler sahen ganz gut aus… ;) Und wir haben gewonnen…. YEAH… Let’s go Blazers!!… LEt’s go Blazers!!

Verfasst von: juliegoestocanada | September 7, 2008

Eingewoehnungsphase

Die ersten zweieinhalb Wochen sind um. Meine Deutsch/Hollaendische Verstaerkung ist natuerlich mittlerweile auch schon lange da. Und wir haben uns alle ganz gut eingelebt hier in Kamloops.


Am 25.8. ging die Orientation Week fuer Internationale Studenten los. Ich bin ja die Orientation aus Holland gewohnt mit vielen Spielen, Ausfluegen und natuerlich Partys, so das man die anderen Studenten auch kennenlernt. Hier beinhaltete die Orientation Week ausschliesslich Vorlesungen ueber Sicherheit, Verhaltensregeln und Krankenversicherung. Naja ist ja auch wichtig… Jedenfalls haben Nino (mein Nachbar), Karlijn, Daisy, Fenna (von meiner Uni) und ich beschlossen, dass wir dann halt selber Party machen muessen um Leute kennen zu lernen. Und sind einfach mal nach Downtown gefahren…. Allerdings war es ein Montag und wir wussten nicht so recht wo wir hinsollten.. Und haben dann in irgendeiner Kneipe eine Privatparty gecrashed. War aber auch nicht so spannend und dann wollten wir noch in einen Club gehen, von dem es heisst, dass da ganz gut feiern kann. Aber wie gesagt es war Montags, es war noch recht frueh und der Club leer. Also haben wir uns ein Taxi gerufen und sind wieder nach Hause. Das ganze haben wir dann am Donnerstag wiederholt und da war dann um einiges mehr los. Und wir haben ein paar andere Internationale Studenten getroffen.

Am Sonntag (31.8.) gab es eine Veranstaltung die sich Floatapalooza nannte und von der einzigen Bruederschaft verstaltet wurde die es hier gibt. Die Kappa Sigma. Bei diesem Floatapalooza handelte es sich um ein auf dem Fluss Treibenlassen mit Luftmatratzen und anderen aufblasbaren Schwimmhilfen. Ich dachte mir koennte bestimmt ganz lustig werden und meldete mich mit Karlijn, Nino und Fenna an. Das Wetter haette eigentlich auch mitspielen sollen. Am Samstag sind wir in die Shopping Mall und zu Wal Mart gefahren um uns Luftmatratzen zu besorgen… Nino war etwas ueberfordert mit vier Maedels in Shoppinglaune :) Aber ich muss sagen er war sehr geduldig. Am Sonntag morgen standen wir dann um 8:30 Uhr komplett ausgeruestet mit Luftmatratzen, Gummiboot und Unterwasserkamera am Treffpunkt. Es war noch etwas kalt aber die Sonne schien und wir dachten, dass es ein sonniger Tag werden wuerde. Mit dem Bus sind wir dann eine ganze weile flussaufwaerts gefahren. Dann war es soweit und wir mussten unsere warmen Sachen ausziehen und standen nur noch in Badesachen vor dem Fluss und haben immer noch gefroren, aber die Sonne schien und das Wasser war auch gar nicht so kalt wie wir dachten. Aber kaum das wir auf, bzw in dem Wasser waren kamen Wolken. GROSSE Wolken. Aber es gab kein zurueck mehr und von da an mussten wir zwei Stunden auf, bzw in dem Wasser bleiben und es wurde immer kaelter. Aber wir konnten nicht aussteigen, weil rechst und links nur Buesche waren. Aber nach zwei Stunden, ich hab noch niiiiie so gefroren in meinem Leben kamen wir unserem Ziel immer naeher und es gab eine Moeglichkeit aus dem Wasser zu gehen und den Rest zu laufen. Haben wir dann auch gemacht, obwohl es nicht mehr weit war. Aber uns war so kalt das wir keine Minute laenger mehr in dem Fluss haetten bleiben koennen. Dann sind wir ausgestiegen und wir waren so steif gefroren, dass wir uns kaum bewegen konnten. Und dann sind wir ungefaehr noch 20 Minuten barfuss ueber einen Schotterweg zu dem Park gelaufen wo sich alle wieder getroffen haben. Puenktlich als wir aus dem Wasser kamen fing die Sonne wieder anzuscheinen. Und es wurde richtig warm. Da konnte man sich dann wieder ein bisschen aufwaermen. Aber ich hab mich ja schon gefragt warum wir das Ganze eigentlich nicht zwei Stunden spaeter gemacht haben, anstatt morgens um 10… Naja ich habs ueberlebt und ich bin erstaunlicherweise auch nicht krank geworden.

Am Dienstag (2.9.) war dann Orientation Day fuer alle Studenten, also auch fuer die Kanadier. Allerdings hat sich herausgestellt, dass es sich dabei wieder um Vorlesungen ueber Sicherheit und Verhaltensregeln handelt und dachten uns das wir uns das nicht noch mal antun muessen und sind nur zum Lunch und abends zum BBQ gegangen :)

Am naechsten Tag fingen dann die ersten Vorlesungen an. Gibt’s aber noch nicht so viel zu erzaehlen, weil das immer nur ne kurze Vorlesung ueber den Kurs ansich war, also was so von uns erwartet wird… blabla. Aber war ganz interessant und die Lehrer sind auch glaub ich ganz nett. Nur einen Kurs werde ich wechseln, weil ich das alles schon in Holland hatte. Diese Woche hat auch die Campuskneipe geoeffnet und wir dachten uns gucken wir uns die mal an. Um halb neun war es bereits so voll, dass man anstehen musste und auf Leute warten musste die wieder rauskamen um rein zu koennen. Als sich nach 15 Minuten die Schlange nicht bewegte sind wir wieder nach Hause gegangen.

So dann noch kurz zum Highlight dieser Woche :) Gestern abend haben die STARS gespielt … Kennen jetzt wahrscheinlich nicht so viele von euch, aber ist ne gute IndieRock Band und sie waren hier auf dem Campus for free.. yiiihaa. Cooles Konzert und die Vorband kam aus Vancouver und war auch ziemlich cool.

Verfasst von: juliegoestocanada | August 22, 2008

Die ersten 24 Stunden….

Auf jedenfall habe ich die ersten 24 Stunden in meinem kleinen Zimmerchen gut ueberstanden. Ich dachte ja schon mein Zimmer in Holland, mit 13 Quadratmetern waere klein. Aber meine Vorstellungen von einem kleinen Zimmer haben sich nun grundlegend geaendert. Hier habe ich ein Zimmer mit 11 m², in diesem Zimmer befindet sich ein Bett, ein Schrank, ein Schreibtisch, eine Kuechenzeile mit Kuehlschrank, Herdplatten und Microwelle und ein paar Regale, alles was man halt so braucht. Ich wurde nach einem tollen Urlaub, in dem ich meistens ein Doppelbett fuer mich allein hatte, knallhart in die Realitaet zurueck katapultiert und musste feststellen, dass ich doch vielleicht eventuell ein ganz kleinwenig, also wirklich nur ein bisschen, verwoehnt bin. Nunja… man gewoehnt sich an alles.

So bin ich nun also gestern hier eingezogen, und da Mama ja zum Glueck noch da war fehlt mir an nix und ich bin wahrscheinlich die bestausgestatteteste Exchange Studenten auf dem ganzen Campus. Danke Mama :)

Beim Zimmerbeziehen musste man eine Checkliste ausfuellen, ob alles da und in Ordnung ist. Ich teste die Mirkowelle und mir ist fast das Herz stehen geblieben als in der Mirkowelle zu neongruenen und blauen Blitzen kam… Ich hab mich nicht mehr getraut das Ding anzufassen, aber Mama hat sie ganz mutig ausgeschaltet. Neben der Mikrowelle war auch noch die Heizung defekt. Glaube ich jedenfalls, da sie irgendeine nicht definierbare Fluessigkeit verloren hat. Alles andere sah soweit erst mal Ok aus. Ich meldete die Schaeden beim Hausmeister, sehr netter Mann. Und hatte Wundersamerweise nach dem einkaufen eine neue Mikrowelle und eine neue Heizung.

Gegen Mittag war es dann soweit: Abschied von Mama. Nach einem letzten leckeren Mittagessen fuhren wir zum Flughafen und nach einem traenenreichen Abschied fuhr ich mit dem Taxi wieder zur Uni. Ich lenkte mich von ploetzlich eingetretenen Einsamkeit mit Zimmer putzen, aus- und einraeumen ab. Klappte auch ganz gut. Da nach so einem zweieinhalb Wochen langen Urlaub viel Waesche anfaellt dachte ich mir versuche ich mal mein Glueck mit den Kanadischen Waschmaschinen. Nachdem ich mir erstmal Hilfe bei der Rezeption holen musste, weil ich nicht wusste wie man Kanadische Waschmaschinen benutzt, war in nach eine kurzen Erklaerung in der Lage die Waschmaschine zumindest theoretisch zu benutzen. Ich wurde dann wieder alleine gelassen und war aber schliesslich so mutig meine schoenen Sachen in die riesige Waschtrommel zu stecken 1,50 Dollar reinzuschmeissen und 45 min abzuwarten. In der Zwischenzeit bin ich noch mal in mein Zimmer um zu checken ob ich mich ins Internet einloggen kann. Konnt ich nicht. Dafuer rieselte aus der Wand hinter der Steckdose, in die ich meinen Laptop eingesteckt hatte Sand, gropkoernig, aber ich wuerde es trotzdem noch als Sand bezeichnen. Gut dacht ich… der Hausmeister kenn mich ja eh schon, da geh ich mal hin und frag nach ob das normal waer. Wars nicht. Er hat mich angeguckt als hatte ich ihm gerade erzaehlt, das hinter ihm ein Ufo gelandet waere, war aber sofort bereit sich das Dilemma anzuschauen. Er guckte kurz, verschand und kam kurz darauf mit einem Staubsauger und einem Schraubendreher zurueck. Waerend er mit dem Schraubendreher in der offenen Steckdose herumfriemelte und versuchte den Sand aus der Wand zubekommen ging ich nach meiner waesche gucken. Sie hatte die Waschmaschine tatsaechlich ueberlebt, jetzt kam der Trockner. Ich also meine gute Waesche in den Trockner, und ganz tapfer angeschaltet. Man muss dazu sagen, dass ich sonst nie einen Trockner benutzt habe. Nach weitern 45 min war auch der Trockner fertig, meine Steckdose war mittlerweile auch wieder an der wand und der Mann mit dem Staubsauger verschwunden.

Nachdem ich nun gewaschen hatte und mehr oder weniger System in mein Zimmer gebracht hatte, dachte ich mir geh ich mal ein bisschen Joggen um die Gegend zu erkunden. Irgendwie eignet sich die diese allerdings nicht besonders gut zum Laufen oder ich habe noch nicht die richtige Strecke gefunden. Naja ich werd weitersuchen. Nach dem Joggen musste ich natuerlich duschen. Ich hatte bis dato noch keine Erfahrungen mit dem Badezimmer gesammelt, aber ich muss sagen ich war von der Dusche angenehm ueberrascht. Sie ist warm, es kommt genuegend Wasser aus dem Duschkopf und ich passe sogar darunter. :)

Da man in dem Aufenthaltsraum meiner Residence Internetzugang hat, habe ich mich da dann gestern Abend mal hinbewegt. Dort gibt es Billardtische, einen Flachbildfernseher, DVD-player, irgendeine art Spielkonsole ich glaube es handelt sich um eine Wii, eine Musikanlage, einen Kamin und ne Gemeinschaftskueche. Ausser mir befinden sich gerade noch 2 weitere Personen in diesem Aufenthaltsraum: zwei asiatisch aussehende junge Männer, ich schaetze mal so in meinem alter, was nicht unwahrscheinlich ist in einem Campusgebaeude. Na jedenfalls spielen die Zwei mit der erwaehnten Spielkonsole, allerdings hat es die beiden mindestens eine halbe Stunde gekostet sich gegenseitig ihre Gesichter zu kreieren, bis sie mit dem eigentlichen Spielen begonnen haben. Zwischendurch haben sie mich gefragt, ob ich auch mitspielen will, was ich prinzipiell ja sehr nett fand, aber ich mir durchaus spannendere Dinge vorstellen konnte als mein Gegenueber moeglichst aehnlich darzustellen. Bis dahin wusste ich ja noch nicht, dass es sich dabei nicht um das eigentliche Spiel handelte. Nunja… als sie dann wirklich angefangen haben, war ich immer noch froh das ich ihr Angebot abgelehnt hatte, abgesehen davon das das Spiel laut und bunt war habe ich nicht wirklich den Sinn dahinter erkannt.

In diesem Aufenthaltsraum habe ich dann auch meine erste Bekanntschaft gemacht, mal von den beiden Wii spielenden Asiaten abgesehen: Tim, nein Tim ist nicht maennlich, sondern ebenfalls neu. Und kommt aus Hongkong. Sie kam zielsicher auf mich zu, setzte sich neben mich, stellte sich hoefflich vor, fragte ob man hier Internet hat und ging wieder.

Irgendwann bin ich dann wieder in mein Zimmerchen gegangen und wollte noch eine DVD gucken. Ging aber nicht. DVD lief zwar aber ich hatte keinen Ton. Warum auch immer. Und mit Untertitel gucken hat ich natuerlich keine Lust. Nach mehrmaligem ausprobieren hatte es immer noch nicht geklappt und ich bin ins Bett gegangen. Ich hab erstaunlich gut geschlafen, mal vom Kuehlschrank abgesehen, der naemlich stuendlich fuer ein paar Minuten anfaengt zu brummen. Diese Nacht hat er mich noch jedes Mal geweckt. Aber wie gesagt ich denke man gewoehnt sich an alles.

Dann begann ein neuer Tag. Ich stand auf, duschte, fruehstueckte, regelte ein paar Unisachen, und organisierte mir meinen Internetzugang in meinem Zimmer. Dann telefonierte ich 2 stunden oder so mit meinem Lieblingsbruder, ging ein bisschen einkaufen und wollte dann meine Buecher abholen. Musste aber nachdem ich ueber den halben Campus gelaufen bin, und der ist nicht klein, feststellen das die schon um 16 zu machen. Tja Schade, dann halt keine Buecher, brauch sowieso kein Mensch. Als ich dann so in meinem Zimmer sass, klopfte ploetzlich jemand an meinem Fenster. Mein Nachbar. Ich hatte ihn schon gesehen als er gestern eingezogen war und dachte mir, der koennte auch Deutsch sein. So war es dann auch. Er hat mich gleich auf Deutsch angesprochen, ich will gar nicht wissen, woher er weiss, dass ich Deutsch bin. Ich hab mir dann ueberlegt, dass ich ja lange mit Jan telefoniert habe und das natuerlich auf Deutsch und schalldicht sind die Waende ja nicht. Er heisst Nino kommt aus Frankfurt und studiert BWL.

Jetzt ist es gleich schon wieder Abend und heute kann ich sogar endlich DVD gucken :) Danke Jenny!!

So ihr Lieben, das war’s fuer heute. Vielleicht meld ich mich ja naechste Woche wieder ;) Aber wahrscheinlich werd ich ab naechste Woche nicht mehr so viel Langeweile haben, dass ich Seitenweise Einblicke in mein Leben gebe … aber ich werd mein Bestes tun!

Verfasst von: juliegoestocanada | August 16, 2008

Endlich Edmonton! ;)

Wir sind also nun letzten Sonntag aus Vancouver Richtung Edmonton losgefahren. Die erste Fahrt hat ungefaehr neun, ja ihr habt richtig gelesen, neun Stunden gedauert. Von Vancouver nach Revelstoke. Haben zwar zwischendurch immer mal wieder Pausen gemacht, aber besonders spannend waren diese neun Stunden nicht. Einen Minizwischenstopp haben wir in Kamloops eingelegt um einen meiner Koffer dazulassen, damit ich nicht immer zwei mit mir rumschleppen muss. Aber wir haben wirklich nur am Hotel angehalten, meinen Koffer abgegeben und sind weitergefahren. Ich hab also noch nicht viel gesehen von meinem zukuenftigen Wohnort.

Nunja… wir sind dann halt irgendwann in Revelstoke angekommen. Aber auch da war es nicht besonders spannend und um 20Uhr wurden die Buergersteige hochgeklappt… da ist echt der Hund begraben. Nix los. Und dabei wollten wir doch nur was essen. Aber fast alle Restaurants hatten schon zu. Ausser zwei. Das eine sah eigentlich ganz gut aus. War aber leider ueberfuelllt, weil ja keine anderen Restaurants auf hatten. Das andere war irgendso ein Asiatisches, sah nicht besonders nett aus, die Bedienung konnte auch nix, aber das Essen war erstaunlich geniessbar. Dann mussten wir zu Mindest nicht hungrig ins Bettchen.

Zum Glueck hatte ich meinen eigenen Fernseher in meinem Zimmer, so dass ich mir den Rest des Abends mit dem Film „Dennis the Menace“ versuesst habe. Am naechsten Morgen sind wir dann auch schon recht frueh wieder weiter gefahren, da es ja wie gesagt, in Revelstoke nicht besonders aufregend war. Unser naechster halt war dann in Banff. Dort ist es wesentlich interessanter. Und die Fahrt dahin war auch angenehmer und gleichzeitig wurde das Wetter auch stetig besser. Auf dem Weg nach Banff haben wir noch ein paar Zwischenstopps eingelegt, unter anderem bei den Takakkaw Falls, den zweit groessten Wasserfaellen in Westkanada. Sehr beeindruckend. In Banff selber waren wir ein bisschen shoppen, Kanu und Fahrrad fahren und in den Hot Springs (Gruppenbaden bei kuscheligen 39 Grad Wassertemperatur, aber eigentlich ganz angenehm!). Ausserdem waren wir noch auf dem Sulphur Mountain von wo aus man einen tollen 360 Grad Ausblick auf die Kanadischen Rockies hat. Nach zwei Tagen Banff sind wir dann weiter nach Jasper gefahren. Da haben wir auch eine Nacht verbracht und am naechsten Morgen White Water Rafting gemacht, Level 2. I’m ready for level three!!! War zwar ganz nett und man wurd auch zwischendurch ein wenig nass, das Wasser hatte uebrigens gerade mal 4 Grad. Aber es haette ruhig noch ein bisschen aufregender sein koennen. Mama hat sich uebrigens nicht getraut ;) und stattdessen den Vormittag an einem einsamen Bergsee verbracht. Da sind wir dann spaeter auch noch hingefahren und haben ein bisschen das schoene Wetter genossen. Christoph und ich haben uns wirklich ins Wasser getraut, war aber schon sehr kalt. Gegen Mittag sind wir dann gen Edmonton aufgebrochen und da dann am spaeten Nachmittag endlich eingetroffen. Endlich mal wieder Kontakt zu Menschen meiner Generation. Nix gegen Mama und Christoph, aber 1.5 Wochen reicht auf jeden Fall!!

Christoph ist nun heute abgereist und Mama und ich bleiben noch eine Nacht in Edmonton. Morgen gehts dann nach Kamloops. Yiiiiha. Da sind gerade 37 Grad… Naja es wird ja bald Herbst ;)

Soweit das Neuste.

Achso… gewoehnt euch nicht dran. Ich werd das mit Sicherheit nicht weiterhin woechentlich machen. :)

Verfasst von: juliegoestocanada | August 10, 2008

First week…

Nach 26 Stunden sind wir am Montag in Vancouver angekommen. Der Flug war ziemlich anstrengend, aber die Umstellung war zum Glueck ganz ok und wir haben die erste Woche sehr genossen.

Am Dienstag sind wir den ganzen Tag mit dem Fahrrad durch Downtown und den Stanley Park gefahren. Die Stadt ist echt super schoen: Mit Blick auf Berge und Meer… Hier wuerds mir auch gefallen. Wir haben einen Mietwagen und sind am Mittwoch mit der Faehre nach Vancouver Island gefahren und da nach Tofino an die Westkueste. Das hat uns den ganzen Tag gekostet und zwischendurch haben wir uns immer wieder gefragt, ob Tofino wirklich die richtige Entscheidung war. Die einzige Strasse die dort hin fuehrt ist kurvig, bergig und der Asphalt nicht wirklich gut. Es war also sehr anstrengend zu fahren, und wir haben das uns das schlimmste ausgemalt was uns dort als Bed&Breakfast erwarten wuerde. Aber als wir da angekommen sind und das Haus gefunden haben sind wir fast umgefallen. Nach der langen Fahrt wurden wir mit einem Panoramablick aufs Meer und Inseln mit Bergen belohnt und es war der absolute Luxus!! In Tofino waren wir Wale gucken, am Strand und im Regenwald. Aber es war ziemlich kalt dort, im Regenwald ist die Durchschnittstemperatur 15 Grad im Sommer. Und auch in Tofino selbst war es nicht viel waermer. Beim Wale gucken bin ich fast erfroren ;) trotz 2 Pullis und ner Jacke. Aber war auf jeden Fall cool, auch wenn das Wetter nicht so schoen war.

Unser erstes wildes Tier, nach den Walen, haben wir dann auf dem Weg zum Strand gesehen. Der Weg bestand aus einem 1 Kilometer weiten Holzpfad quer durch den Wald, immer wieder Treppen rauf und runter bis man schliesslich irgendwann am 30 Kilometer langen Strand ankam. Auf dem Rueckweg sind wir dann wie gesagt unserm ersten wilden Tier begegnet: Eine Maus. Ungefaehr 3,5 cm gross. Mama war total begeistert. Nunja… Unser zweites wildes Tier kann man dann wirklich in diese Kategorie einordnen. Dabei handelte es sich naemlich um einen Schwarzbaer. Der lief da so am Strassenrand rum als wir auf dem Weg von Tofino nach Victoria waren. Leider konnte ich nicht anhalten und wir hatten die Kamera auch nicht griffbereit. Aber er war wirklich da!

Apropro Kamera… ich bin stolze Besitzerin einer neuen Kamera J Nachdem wir am ersten Tag festgestellt haben, dass meine Alte entgueltig den Geist aufgegeben hat, sind wir kurzerhand in den naechsten Laden und ich hab mir eine Neue gekauft, ich kann ja schlecht keine Fotos machen. (Fotos kommen uebrigens bald!! Versprochen).

Heute sind wir dann zurueck aufs Festland und haben Christoph vom Flughafen abgeholt. Jetzt haben wir noch eine Nacht in Vancouver und dann geht’s Richtung Edmonton, mit einigen Zwischenstopps. Dazu spaeter mehr.

So das erst mal soweit. Achso bevor ich’s vergesse.. ich werde nach Kanada auswandern, ein Automatik Wagen fahren und einen Highway adoptieren :D

Liebste Gruesse nach Deutschland… und wo ihr sonst so gerade verteilt seid :P

Verfasst von: juliegoestocanada | August 3, 2008

Kanada ich komme !!

So ihr Lieben… nun ist es also fast soweit. Am Montag werde ich mich aufmachen in die große weite Welt hinaus. Holland wurd auf die Dauer langweilig, da hab ich mir gedacht lass ich mich mal auf was Neues ein. Fuer ein halbes Jahr wird nun Kanada meine neue Heimat sein :) Aber vielleicht werden sich die Alptraeume meiner Mutter auch bestaetigen und ich werde meinen absoluten Traummann kennenlernen und dableiben :D Nee keine Angst Mama… ich komm erst noch mal nach Hause bevor ich ganz auswander ;)

Also am 04.08.2008 wird es dann soweit sein und ich werde das traute Europa verlassen. Gott sei Dank wird mir der Abschied vorerst nicht ganz so schwer gemacht, da ich erst noch 2,5 Wochen Begleitschutz von Mama und Christoph habe. Wir werden mit einem Mietwagen von Vancouver ueber Kamloops ueber Jasper nach Edmonton fahren. Dort Verwandte besuchen. Dann muss ich mich von Christoph verabschieden da er zurueck nach Deutschland fliegt. Die Arbeit ruft. Mama und ich fliegen dann von Edmonton nach Kamloops, wo ich die naechsten Monate leben werde. Am 20.08.2008 wirds dann besonders hart wenn meine Mama mich mutterseelenallein irgendwo in den Weiten Kanadas zuruecklaesst ;) Na gut… ich werds schon ueberleben. Und ich denke ich werd ganz gut aufgehoben sein. Und ich bin ja auch nicht alleine. Zwei Tage spaeter kommt die Deutsche Verstaerkung aus Holland. Die beiden Maedels haben bis jetzt auch an der NHTV Breda studiert, zwar nicht mit mir zusammen, aber kennen gelernt habe ich sie schon.

Irgendwo in den Weiten Kanadas ist nun auch ein bisschen uebertrieben, man kann es schon genauer definieren. Ich werde also ein halbes Jahr in dem wunderschoenen Biker-Paradies (Sorry Sven+Thomas, dass musste sein :P ) Kamloops verbringen und an der Thompson Rivers University studieren. Kamloops liegt in British Columbia und ist etwa 4-5 Autostunden von Vancouver entfernt. Die Stadt hat etwa 85.000 Einwohner und ist eine der waermsten und sonnigsten Orte in Kanada. Trotzdem muss ich im Winter mit Temperaturen bis zu -20° rechnen, und in den Bergen ist es sogar noch kaelter.

Nungut… das reicht fuers Erste. Wenn ich dann in Kamloops angekommen bin wird es weitere Details geben und ich werde versuchen euch ueber alles Wichtige auf dem Laufenden zu halten.

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